Gemeinde erhält Förderung für Wärmewende-Projekt
Die Gemeinde Michendorf hat einen positiven Förderbescheid für das Forschungsprojekt „KWIKK" (kommunaler Wärmeplanungen in kleinen Kommunen) erhalten. Damit wird die Gemeinde als eine von wenigen kleinen Kommunen in ganz Deutschland dabei unterstützt, innovative Lösungen für die kommunale Wärmeplanung zu entwickeln und umzusetzen.
Das 2,5 jährige Projekt hat ein Gesamtvolumen von ca. 153.000,00 Euro, die vollständig gefördert werden. Michendorf beteiligt sich mit einem konkreten Fokus: Wärmepumpen-Eignung und gemeinschaftliche Anschaffung.
Die Gemeinde möchte Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Wärmewende einbeziehen. Konkret geplant sind:
Wärmepumpen-Eignungstests für Eigenheimbesitzer
Gemeinsame Ausschreibungen für Wärmepumpen, um Kosten zu senken
Informationsveranstaltungen und Workshops
BürgerInnen helfen Bürgern – erfahrene Teilnehmende werden zu Multiplikatoren
Warum ist das wichtig?
Aktuell wird der Wärmebedarf in Michendorf zu 87 Prozent durch fossile Energieträger gedeckt. Der Wärmeplan sieht vor, den Anteil der Nahwärme von 1 Prozent auf 17 Prozent zu steigern. Für viele Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser ist die dezentrale Wärmeversorgung durch Wärmepumpen eine zentrale Lösung. Die Gemeinde wird in den kommenden Monaten konkrete Angebote für die Teilnahme an den Eignungstests bekanntgeben.
Dieses Projekt wird im Rahmen des Bundesförderprogramms „Verbundvorhaben: Vom Plan zur Wende: KWIKK – Umsetzung kommunaler Wärmeplanungen in kleinen Kommunen; Teilvorhaben: Befähigung kleiner Kommunen zur Wärmepumpenberatung und -eignungsprüfung für dezentrale Wärmewende“ unterstützt und wissenschaftlich vom Öko-Institut, Fraunhofer ISI und neuland21 begleitet.
Erstes Treffen der Projektgruppe am 07.07.2026 in Göttingen
Foto: Tanja Kenkmann
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