Aufstellung eines Starkregenkonzepts
Die Gemeinde Michendorf liegt im Gebiet der trockensten Region Deutschlands. Insbesondere bei Starkregen steht Michendorf, aufgrund der Wasserarmut, vor der großen Herausforderung die Niederschläge effektiv abzuleiten. In den vergangenen Jahren sind der Gemeinde neben infrastrukturellen Schäden bei starken Niederschlägen auch hohe Kosten durch Strafzahlungen an den Wasser-Abwasser-Zweckverband entstanden. Besonders ärgerlich ist dies in Anbetracht der eigentlich großen Trockenheit innerhalb der Gemeinde.
Schäden entstehen oft entlang von Gemeindestraßen auf Privatgrundstücken, die teils überflutet werden. Volllaufende Keller sind meist die Folge. Auch die Unterführungen der Bahnhöfe Michendorf und Wilhelmshorst werden häufig überflutet.
Ziel ist es, das Regenwasser trotzdem effizient zu nutzen. Mit dem Regenwasser soll das Grundwasser angereichert und der Überschuss in die örtlichen Gewässer Herthasee, Irissee und Dorfteich Michendorf geleitet werden, um diese erhalten zu können.
Um die Gefahrenlage offen zu legen und geeignete Maßnahmen zur Ableitung sowie Nutzung des Wassers zu erfassen, wird ein Starkregenkonzept entwickelt werden. Das Starkregenkonzept der Gemeinde Michendorf wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert.
Die Optimierung der Maßnahmen zur Ableitung des Regenwassers hilft beim strategischen Vorgehen im Waldbrandschutz. Mit dem Starkregenkonzept können zudem anschließend Baumaßnahmen besser priorisiert werden.
Das Starkregenkonzept soll im September 2025 fertiggestellt werden.
Starkregengefahrenkarte Ausschnitt Wilhelmshorst im Bereich um den Irissee.
Hinweiskarte zu Starkregengefahren im Geoportal:
Im Geoportal kann zudem seit März 2025 die Starkregengefahrenkarte unter „Natur und Umwelt“ eingesehen werden. Diese wurde durch das Dienstleistungszentrum des Bundes für Geoinformation und Geodäsie erstellt.
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