Kita Löwenzahn erhält PV-Anlage
Auf dem Dach des Kita Löwenzahn ist im September 2024 die zweite Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) in diesem Jahr auf einem Michendorfer Bestandsgebäude der Gemeinde fertig gestellt worden.
Zukünftig wird die 15,30 Kilowatt peak (Spitzenleistung) PV-Anlage die Kita mit selbst erzeugtem Strom versorgen und im Sommer die 11 Räume kühlen. Hierfür wurden 34 PV-Module verbaut.
Der Vorteil ist, dass der Kitabetrieb dann stattfindet, wenn der Strom erzeugt wird. Die Speicherung erfolgt in einem 10 Kilowattstunden Batteriespeicher. Überschüsse werden in das Stromnetz eingespeist. Der Batteriespeicher gleicht Lastspitzen aus und ist als Notstromerzeuger geeignet. Das Gesamtsystem ist zukunftsfähig ausgelegt, sodass eine Erweiterung von Batteriespeichern, Elektroladepunkten und Wärmepumpe unkompliziert ermöglicht werden können. Der Batteriespeicher ist größer dimensioniert, um auch die Klimageräte bei geringer Solarstromproduktion weiter ohne Bezug aus dem Stromnetz betreiben zu können.
Bei Untersuchung der Dachstatik wurde zu Beginn der Bauphase eine hohe Dachauslastung erkannt. Daraufhin musste mit einer Dachentlastung gearbeitet werden. Die PV-Anlage wurde daher als dachintegrierte Anlage errichtet. Dachziegel wurden entfernt und ein Trapezblechdach auf die Dachkonstruktion aufgesetzt. Diese Methode ist der Prototyp für weitere PV-Anlagen mit ähnlich hohen Dachauslastungen. Der erhöhte Aufwand sorgt dafür, dass eine PV-Anlage bei einer Vielzahl an Gebäuden der Gemeinde erst ermöglicht wird.
In der Planung war zunächst eine Wärmepumpe als Kühlgerät der Innenräume vorgesehen. Die deutlich zu hohen Kosten und das nachteilige Wohlbefinden bei kühlendem Boden führten zur Entscheidung Klimageräte zu verwenden. Diese Klimageräte werden auch im Krankenhausbereich eingesetzt und sind hygienisch unbedenklich. Die Klimageräte sollen vor allem im Sommer eingesetzt werden, wenn die Räume zu überhitzen drohen, da im Sommer die Hitze im Haus nicht abgeführt werden kann. Es soll beim Einsatz der Klimageräte stets auf die Gesundheit der Kinder Rücksicht genommen werden.
Die Gesamtkosten des Projekts wurden über das Brandenburg-Paket finanziert. Anteilig hat die Gemeinde zudem eine Förderung gemäß der Richtlinie des Landkreises Potsdam-Mittelmark zur Förderung von Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsmaßnahmen erhalten. Dank der Förderungen waren die Umsetzung und die Bewältigung der Herausforderungen, die die Errichtung der PV-Anlage auf dem Bestandsgebäude mit sich brachte, überhaupt möglich.
In einem Zeitraum von zwei Monaten fanden die Baumaßnahmen für die PV- und Heizungsanlage überwiegend in den Sommerferien statt. Die Sicherheit der Kinder und die Rücksichtnahme auf den laufenden Kitabetrieb hatten während der Bauphase oberste Priorität.
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