Strategieworkshop des Lokalen Bündnis für Familie brachte neue Ideen
Am 3. Juni 2026 lud die Gemeindeverwaltung Akteurinnen und Akteure, die sich in der Gemeinde für Familien in Michendorf einsetzen, zu einem gemeinsamen Strategieworkshop zum Thema „Miteinander in Michendorf“ ein. Mit knapp 30 engagierten Personen aus Vereinen, Initiativen und sozialen Einrichtungen wurde in diesem Workshop die zukünftige Ausrichtung und der weitere Fokus für die Arbeit des Lokalen Bündnis für Familie in Michendorf gelegt. Begleitet wurde die Verwaltung durch eine professionelle Moderationsunterstützung des Servicebüros der Bundesinitiative „Lokale Bündnisse für Familie“.
Das Lokale Bündnis für Familie in Michendorf wurde am 15. September 2014 gegründet. Es trägt den Namen "Miteinander in Michendorf". Das Bündnis gilt als Antrieb zur Entwicklung der Gemeinde Michendorf hin zu einer kinder- und familienfreundlichen Kommune. Eine Bündelung aller Ressourcen soll dazu beitragen, Angebote zu etablieren und das Bewusstsein der Familien für eben diese Möglichkeiten zu wecken. Die Arbeit des Bündnisses für Familie richtet sich gleichermaßen an die Beteiligung aller Generationen und versucht bestehende Lücken zu schließen, um ein gemeinsames Miteinander in Michendorf zu finden. Die Schaffung eines Familienzentrums in der Gemeinde, die Gesundheitswoche, die Beschaffung von ausleihbarem Equipment sowie Aktionstage sind bereits als Erfolge des Lokalen Bündnisses zu benennen. Die Koordination erfolgt derzeit aus der Verwaltung heraus, die Bürgermeisterin übernimmt die Schirmherrschaft.
Bei dem Strategieworkshop wurde sichtbar, dass es in Michendorf noch einige Ansatzpunkte zur Verbesserung gibt, die das Bündnis in Zukunft aufgreifen wird. Inspiriert von Projektbeispielen und Schwerpunkten aus anderen Lokalen Bündnissen und einem gemeinsamen Brainstormen von Handlungsfeldern wurden in Kleingruppen bereits drei Projektideen herausgearbeitet und kleine Arbeitsgruppen zur weiteren Bearbeitung festgelegt.
Im Ergebnis wurden die folgenden Projekte entwickelt:
1. Projektidee Tag der Offenen Türen für alle Vereine, Initiativen, Beratungsstellen u.a. in allen Ortsteilen
Zeitraum: jeweils am letzten Samstag im April
Michendorf ist bunt und vielfältig und das in jedem der sechs Ortsteile. Angelehnt an die Offenen Gärten bzw. Offenen Höfe werden alle Vereine, Initiativen, Beratungsstellen u.a. eingeladen, am letzten Samstag im April ihre Türen zu öffnen, zu informieren, sich mit besonderen Aktionen zu präsentieren, um auf Ihre Angebote aufmerksam zu machen. Auf einer Karte werden alle Aktionen aufgeführt, sodass dieses Material auch für das Folgejahr für die Bewerbung der verschiedenen Angebote für Jung & Alt genutzt werden kann. Wer keinen eigenen Standort zur Präsentation hat, wird einen Platz auf der Fläche vor dem Rathaus erhalten.
2. Projektidee Wunschpaten
Zeitraum: 7. September 2026
Jung und Alt sollen enger verbunden werden. Familien mit Herausforderungen in der Kinderbetreuung sollen mit den Personen zusammengebracht werden, die Zeit haben. Seniorinnen und Senioren sollen in die Mitte der Gesellschaft rücken und am bunten Familienleben teilhaben, insbesondere wenn eigene Kinder und Enkelkinder an einem anderen Ort wohnen. Bis zum 7. September 2026 gibt es einen ersten öffentlichen Aufruf, über den sich suchende Familien bzw. zur Verfügung stehende Seniorinnen und Senioren in der Verwaltung melden können, sodass eine Datenbank für ein Matching aufgebaut werden kann. Erste Kennenlern-Treffen sollen im Familienzentrum umgesetzt werden.
3. Projektidee Barrieren brechen – miteinander leben, Vernissage „Pflegende Familien“
Zeitraum: Gesundheitswochen 2027
Das Motto „Barrieren brechen – miteinander leben“ soll uns zu den Gesundheitswochen 2027 begleiten. Als Auftaktveranstaltung soll die Ausstellung „Familien wie Wir“ im Rathaus der Gemeinde Michendorf im Rahmen einer Vernissage mit begleitendem Programm gezeigt werden. Diese Ausstellung porträtiert pflegende Familien aus Michendorf und der Nachbarschaft mit ihren täglichen Herausforderungen und Wünschen. Pflegende Familien sollen mehr Sichtbarkeit bekommen, es sollen Berührungsängste genommen und Vernetzung gefördert werden. Weitere Impulse soll es in Richtung übergreifender Austausch bzw. gemeinsame Projekttage zwischen den kommunalen Schulen mit der Oberlinschule am Norberthaus geben.
Die Energie, etwas bewirken zu wollen, gemeinsam neue Ideen und Projekte zu finden, um Herausforderungen anzugehen, war deutlich spürbar. Ein Folgetermin ist bereits für den 7. September 2026 angesetzt. Weitere Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen, sich der Bündnis-Arbeit anzuschließen.
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