Drucken

An dieser Stelle beantworten wir Frage, die uns erreichen und für die Allgemeinheit interessant sind, anonymisiert. Stellen Sie Ihre Fragen, die Gemeindeverwaltung und DNS:NET antworten! Weiterhin werden wir Sie in den Gemeindenachrichten über die Neuigkeiten informieren.

 

Stand Dezember 2020

 

Wo plant die DNS:NET auszubauen?

Die DNS:NET plant, den Bau eines flächendeckenden Glasfasernetzes in allen Ortsteilen der Gemeinde Michendorf durchzuführen.

 

Wann ist Baubeginn? Wann ist mit dem Anschluss aller Ortsteile zu rechnen?

Der Baubeginn ist abhängig von einer erfolgreichen Vorvermarktungsphase. Eine so große Infrastrukturmaßnahme, wie der Bau eines flächendeckenden Glasfasernetzes, ist nur wirtschaftlich leistbar, wenn sich genug Bürger/innen beteiligen und einen entsprechenden Anschluss buchen. Wenn zum vorher festgelegten Stich-tag 50% der benötigten Vorverträge je Ortsteil abgeschlossen wurden, beginnt bei DNS:NET die 8- bis 12-wöchige Planungsphase. Parallel dazu können innerhalb der Nachfragebündelung weiterhin Vorverträge abgeschlossen werden. Danach starten die Bauarbeiten, die in der Regel innerhalb eines Jahres abgeschlossen sind. Die gebuchten Glasfaser-Hausanschlüsse werden bereits während der Bauphase aktiviert, sobald dies technisch möglich ist.

 

Was passiert mit den Altanschlüssen, insbesondere wenn ich jetzt keinen Vertrag über Glasfaser schließe?

Da es sich beim Glasfaserausbau um eine völlig neue Infrastruktur handelt und die Teilnehmeranschlussleitung, das heißt das Kupferkabel in jedes Haus mit der TAE-Dose (Telefondose), Eigentum der Deutschen Telekom ist, gibt es bei den Altanschlüssen keine Veränderungen. Hier findet kein Rückbau statt. Die bestehenden Anschlüsse über die Kupferleitungen des Telefonnetzes funktionieren weiterhin und bleiben vom Glasfaserausbau unberührt. Insofern bleibt auch Ihr vorhandener VDSL-Anschluss bestehen.

 

Ein Vertreter von DNS:NET hat bei uns an der Tür geklingelt und wollte uns einen Glasfaserhausanschluss (FTTH-Anschluss) verkaufen. Er teilte uns mit, dass es keine Möglichkeit zum Empfang von Internet mehr gebe, wenn man sich einen solchen Hausanschluss nicht legen lassen würde, da DNS:NET plane, die derzeit von den Verteilerkästen abgehenden Kupferkabel zu entfernen. Damit hätten wir gar keinen Zugang mehr zum Internet.

Dies ist eine Falschinformation. Die bestehenden Kupferleitungen des Telefonnetzes bleiben weiterhin funktionsfähig, unabhängig vom Glasfaseraus-bau. Ein existierender Anschluss über Kupferkabel (CuDA-Anschluss) hat somit auch weiterhin entsprechend der individuell vereinbarten Vertragslaufzeit Bestand. Es besteht keine Notwendigkeit zu wechseln. CuDA-Anschlüsse werden NICHT abgeschaltet; Kupferkabel dürfen durch Mitarbeiter der DNS:NET nicht entfernt werden. Es wird niemand gezwungen, sich mit dem Ausbau für einen Glasfaseranschluss zu entschei-den. Nach der Mindestvertragslaufzeit kann jederzeit vom Altanbieter auf das Glasfasernetz der DNS:NET gewechselt werden. Ein Zugang zum Internet ist damit jederzeit gewährleistet.

 

Welche Folgen hat es für mich, wenn ich mich jetzt noch nicht für einen Glasfaseranschluss durch DNS:NET entscheide? Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich mich erst später für einen Glasfaseranschluss entscheide?

Nur die Bürger/-innen, die sich bereits in der Vorvermarktungsphase für einen Glasfaseranschluss der DNS:NET entscheiden, erhalten diesen in der Realisierungsphase in der Regel kostenlos. Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, erfordert jeder weitere „nachträgliche“ Hausanschluss hohe Aufwendungen, da neu geplant werden muss, neue Genehmigungen eingeholt werden müssen und Bautrupps für einige wenige An-schlüsse vor Ort nochmals tätig werden müssen. Sie können sich auch im Nachhinein noch anschließen lassen. Allerdings, ist der Glasfaser-Hausanschluss mit Kosten ab einmalig 699 € verbunden, wenn die Tiefbauarbeiten in Ihrer Straße bereits abgeschlossen sind. Je nach Aufwand (z. B. Bodenbeschaffenheit und Hausanschlussstrecken über 10 Meter Länge ab Grundstücksgrenze) können hier Mehr-kosten entstehen.

 

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die DNS:NET bietet zurzeit Triple Play Angebote (Internet, Telefon, HD-TV/IP-TV) mit 500, 1.000 und 2.500 Mbit/s im Download an; alle Tarife inkl. Telefon-Flat und HD-TV-Paket. Alle Tarife kosten in den ersten 12 Monaten 19,90 € monatlich. Danach kosten die jeweiligen Tarife:

      • 500/250 Mbit/s ab 44,90 € monatlich
      • 1.000/500 Mbit/s ab 59,90 € monatlich inkl. WLAN-Router
      • 2.500/1.000 Mbit/s ab 79,90 € monatlich inkl. WLAN-Router und Apple TV-Box.

Sofern Sie einen Vorvertrag mit einem der o. g. Glasfaser-Tarife über eine Laufzeit von mindestens 24 Monaten abschließen und die Strecke zwischen Haus und Grundstücksgrenze nicht mehr als 10 m über eine einfache Oberfläche (Rasen, Rasengittersteine, unbefestigte Oberfläche) beträgt, erfolgt Ihr Hausanschluss während der Phase der Nachfragebündelung bis zum Beginn der Tiefbauarbeiten kostenlos. Während der Tiefbauarbeiten in Ihrer Straße entstehen für den Glasfaser-Hausanschluss in Kombination mit einem Glasfaser-Tarif Kosten ab einmalig 499 €. Genaue Informationen können Sie der Preisliste für Glasfaser-Hausanschlüsse entnehmen. Nachdem die Tiefbauarbeiten in Ihrer Straße abgeschlossen sind, kann ein nachträglicher Hausanschluss in Kombi-nation mit einem Glasfaser-Tarif nicht unter 599 € realisiert werden, vorausgesetzt die Verlegung des Glasfaserkabels erfolgt durch ein Leerrohr bis in das Haus. Baubedingt können Mehrkosten entstehen. Genaue Informationen können Sie unserer Preisliste für Glasfaser-Hausanschlüsse entnehmen.

 

Welche Ausbauleistungen übernimmt die DNS:NET? Welche Leistungen trage ich als Eigentümer?

Die Glasfaser wird durch DNS:NET bis zum Hausübergabepunkt verlegt. Dabei erfolgt die Hauseinführung der Glasfaser bei Einfamilienhäusern in den Keller oder ins Erdgeschoss. Am Hausübergabe-punkt (im Umkreis von drei Metern nach Hauseinführung) wird von DNS:NET der optische Netzabschluss (=ONT, Optical Network Termination) mit dem Glasfasermodem und dem Router-Anschluss installiert. Der Tiefbau darf keine weitere Innenverkabelung durchführen. Falls sich der Router in einem anderen Raum oder Stockwerk befinden soll, ist der Hauseigentümer für die entsprechende LAN-Innenhaus-Verkabelung selbst verantwortlich und trägt diese auf eigene Kosten. Im Mehrfamilienhaus gilt: Die Glasfaser wird durch DNS:NET bis zum Haus-übergabepunkt, dem sogenannten APL (= Abschlusspunkt Linientechnik), verlegt. Dabei erfolgt die Hauseinführung in den Keller bzw. Hausanschluss-raum. Im Mehrfamilienhaus benötigt jede Wohneinheit einen eigenen ONT. Die Innenhausverkabelung vom APL zu den einzelnen ONTs der Wohneinheiten obliegt dem Hauseigentümer, der die Verkabelung auf eigene Kosten trägt.

 

Unsere Hausverwaltung hat uns mitgeteilt, dass bei uns geprüft wird, ob bei uns Glasfaser verlegt wird oder ein Koaxialkabel – wie ist das zu verstehen?

Das ist grundsätzlich möglich und richtig. Es gibt verschiedene Wege innerhalb von Mehrfamilienhäusern, den Internetanschluss zu den einzelnen Mietern/Eigentümern in die Wohnung zu bringen. Bei allen Varianten gleich ist, dass die Glasfaser bis in den Hausanschlussraum anliegt. Von dort ist die Idealvariante, die weitere Verteilung über eine Glasfaser-Innenverkabelung bis in die einzelne Wohnung. Dies ist aber aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich. Hier gibt es dann verschiedene Technologien, um das Signal über vorhandene Koaxial- oder Telefonverkabelung weiterzuführen. Diese Technologien ermöglichen inzwischen ebenfalls Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich. Wichtig ist der Glasfaseranschluss bis in das jeweilige Gebäude.

 

Kann ich nach 2 Jahren einen Vertrag über einen anderen Anbieter abschließen oder bin ich immer an DNS:NET gebunden?

Die DNS:NET baut ein sogenanntes Open-Access-Netz. Hier steht es jedem anderen Anbieter frei, seine Kunden über das Glasfasernetz der DNS:NET mit Diensten zu versorgen, so dass Sie nicht, über die Mindestvertragslaufzeit hinaus, an die DNS:NET gebunden sind. Nach der Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten kann bei fristgerechter Kündigung der Wechsel zu einem anderen Anbieter erfolgen, ohne nachträgliche Sonderzahlungen für den Hausanschluss.