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Auftakttreffen der Klimaschutzinitiative Michendorf

Liebe Michendorfer*innen, machen SIE mit! Werden SIE gemeinsam mit der neu gegründeten Klimaschutzinitiative Michendorf und mit dem Klimaschutzmanager der Gemeinde tätig!

 

Am Montag, den 4. Juli 2022 treffen sich die Gründungsmitglieder der Klimaschutzinitiative Michendorf um 18 Uhr im kleinen Saal des Gemeindezentrums Michendorf „Zum Apfelbaum“. Erste Ideen und Projekte sollen an diesem Abend auf den Weg gebracht werden. Kommen Sie vorbei und machen Sie mit! Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

 

Ihre Ideen und Ihr Interesse zum Mitmachen können Sie auch jederzeit per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! übermitteln. Auch der Klimaschutzmanager der Gemeinde, Manuel Förster, kann direkt angesprochen werden. Wenn Sie die Tätigkeiten der Klimaschutzinitiative verfolgen möchten, können Sie dies bei Twitter unter @KlimaIniMiche tun.


Klimaschutzinitiative Michendorf
„Der Klimawandel wartet nicht. Deshalb wollen wir JETZT gemeinsam handeln!“

Wenn wir ehrlich zu uns sind, ist jeder bereits direkt oder indirekt von den Veränderungen durch den Klimawandel betroffen. Einige Auswirkungen spüren wir unmittelbar in unserem persönlichen Alltag durch reduzierte Niederschlagsmengen, immer höhere Hitzerekorde, häufigere Extremwetterereignisse, sinkende See- und Grundwasserstände und eine Steigerung des Waldbrandrisikos durch zunehmende Trockenheit. Andere Effekte, wie steigende CO2-Konzentrationen, erhöhte Wassertemperaturen, steigender Meeresspiegel und schmelzende Gletscher lassen sich zwar messen, sind im Alltagsleben aber wenig greifbar. Da die Auswirkungen unseres eigenen Verhaltens auf das Klima i.d.R. nicht unmittelbar spürbar sind und die Veränderungen scheinbar langsam vonstattengehen, wirkt das Thema des Klimaschutzes für viele Menschen komplex und zu ideologisch aufgeladen. Häufig herrschen eher Ehrfurcht, Resignation oder gar Verdrängung. Auch fällt es im Alltag oft schwer, überhaupt zu beginnen bzw. den ersten Schritt zu gehen.

 

Wir haben vor Kurzem die Klimaschutzinitiative Michendorf gegründet, um verschiedene Aspekte des Klimaschutzes in der Gemeinde voranzutreiben. Die Initiative hat sich bei der GlobaLokal Veranstaltung am 2. Juni im Gemeindezentrum erstmals offiziell der Gemeinde vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine gemeinsame Initiative, die von klimaschutzinteressierten Bürgern und Mitgliedern der Gemeindeverwaltung Michendorf getragen wird. Dies drückt sich auch darin aus, dass der Klimaschutzmanager der Gemeinde Teil der Doppelspitze unserer Initiative ist.

Auch die Bürgermeisterin hat bereits bekundet, dass sie die Klimainitiative unterstützt. Sie sei eine echte Chance, aktiv beim Klimaschutz mitzuhelfen.

Ziel unserer Klimainitiative ist es, Taten sprechen zu lassen. Zu tun gibt es reichlich. Für jede und jeden besteht die Möglichkeit, in der Initiative oder bei einzelnen Projekten mitzuwirken. Konzepte und Studien gab und gibt es bereits viele, nun ist es für uns alle an der Zeit, echte Maßnahmen umzusetzen.

Unser Motto ist „Klimaschutz JETZT“. Dabei wollen wir nicht dogmatisch sein, sondern Ängste durchbrechen und dazu anregen, den ersten und den nächsten Schritt zusammen mit uns zu gehen. Die Klimaschutzinitiative soll helfen, die persönlichen oder gemeinsamen (kleinen und großen) Möglichkeiten zur Veränderung sichtbar und durchführbar zu machen.

 

Liebe Michendorferinnen und Michendorfer, machen SIE mit! Werden SIE gemeinsam mit uns in der Klimaschutzinitiative und mit unserem Klimaschutzmanager tätig! Die Themen und Projektideen können sehr vielfältig sein. Beispiele hierfür sind:

  • Nachhaltigkeit (beim Bauen und im Alltag),
  • Ideen, Beratung und Unterstützung zur Umsetzung der Energiewende und beim Einsparen von Energie,
  • die schrittweise Änderung unserer Mobilität,
  • aktiver und passiver Insektenschutz,
  • Waldumbau (zur Erhöhung der Grundwasserneubildung, der Trockenresistenz und des Waldbrandschutzes),
  • Gewässer- und Grundwasserschutz,
  • Aufklärung/Beratung zu Fragen der nachhaltigen Ernährung…

Es sollte für jeden etwas dabei sein! Auch Ihre eigenen kleinen oder großen „Mitmachideen“ sind gefragt; seien es Infoveranstaltungen, Klimaaktionen, die Installation einer Solaranlage auf Ihrem eigenen Dach oder gar Vorschläge für Änderungen an der gemeindlichen Infrastruktur. Natürlich wird sich nicht immer alles gleich umsetzen lassen. Wenn wir jetzt unsere Kräfte bündeln, dann haben wir die Chance, wichtige Zukunftsfragen gemeinsam zu gestalten. Wenn wir dagegen zukünftig handeln müssen, weil uns klimatische Veränderungen oder politische Vorgaben dazu zwingen, wird unser Handlungsspielraum deutlich kleiner sein.

Als eines der ersten gemeinsame Projekte der Initiative wurde die Unterstützung bei einem Wettbewerb zur dezentralen Energiewende, der „Wattbewerb“ ausgewählt. Bei diesem hat sich die Gemeindeverwaltung nun angemeldet. Ziel des Wettbewerbs ist, den Ausbau der Stromerzeugung über Photovoltaikanlagen aktiver und sichtbarer zu machen. Gemeinsam sollen Aufklärung zum Thema und Hilfe bei der Planung angeboten werden. Es sollen Fragen geklärt werden können wie: Eignet sich mein Haus? Wie groß und teuer soll die Anlage werden? Worauf muss man bei der Planung achten? Wie funktioniert die Steuererklärung für das Finanzamt? Auch andere Projekte sind bereits im Blickfeld.

 

Ihre Ideen und Ihr Interesse zum Mitmachen können Sie gern per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! übermitteln. Auch kann natürlich der Klimaschutzmanager der Gemeinde, Manuel Förster, direkt angesprochen werden.

Wer die Tätigkeiten der Klimaschutzinitiative verfolgen möchte, kann dies bei Twitter unter @KlimaIniMiche tun.

Ihre Klimaschutzinitiative Michendorf


Wattbewerb – Hier spielt die Energiewende!

https://wattbewerb.de/zeit-fuer-wattbewerb-2/

Die Gemeinde Michendorf hat sich für den Klimawettbewerb „Wattbewerb“ (www.wattbewerb.de) angemeldet, an dem deutschlandweit bereits über 200 Kommunen teilnehmen. Im Land Brandenburg ist Michendorf erst der vierte Teilnehmer neben Potsdam, Kleinmachnow und Bernau. Die neu gegründete Klimaschutzinitiative Michendorf will die Gemeinde aktiv dabei unterstützten, die Ziele des Wattbewerbs zu erreichen.

 

Wattbewerb ist ein Wettbewerb für Städte und Gemeinden, bei dem es um den beschleunigten Ausbau der Photovoltaik geht. Ziel ist es, die Energiewende in Deutschland durch einen möglichst exponentiellen Ausbau von Photovoltaik zu beschleunigen. Dies dient dem Erreichen des 1,5°C-Ziels des Pariser Klimaschutzabkommens, das allein durch die gegenwärtig von der Politik getroffenen zentralen Klimaschutz-Maßnahmen nicht erreicht werden kann. Für das Erreichen des Klimaschutzziels muss die Energiewende bis 2030 zu einem Ausbau erneuerbaren Energien auf 100 % führen. Die KlimaUhr sagt sogar, dass beim Beibehalten der aktuellen Emissionen bereits bis zum 28.04.2027 die Menge an freigesetztem CO2 erreicht wird, mit der gerade noch das 1,5 °C-Ziel erreicht werden kann. Das sind noch 4 Jahre und 10 Monate.

 

Der Start von Wattbewerb selbst erfolgte bereits am 21.02.2021. Ein (verspäteter) Einstieg von Michendorf in den Klimawettbewerb zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch ohne Nachteile möglich. Im Wettbewerb soll ermittelt werden, welche Gemeinde, welche Kleinstadt oder welche Großstadt den größten pro Kopf-Zuwachs an durch PV-Anlagen erzeugtem Strom erreicht. Die erste Runde von Wattbewerb läuft, bis die erste Kommune die installierte PV-Leistung je Einwohner*in verdoppelt hat. Diese Verdopplung des Startwerts ist jedoch nur eine Zwischenetappe. Für das Ziel von 100 % erneuerbarer Energien bis 2030 liegt vor den Teilnehmern noch ein ziemlich langer Weg.

 

Städte und Gemeinden sind im Wattbewerb aufgefordert, durch Kooperation zwischen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung und Zivilgesellschaft Strategien zu entwickeln, wie die Dachbesitzer*innen in der Stadt überzeugt werden können, ihre Dächer mit PV-Anlagen auszustatten. Ob Einfamilienhäuser, große Mietshäuser oder Dächer auf gewerblich oder industriell genutzten Gebäuden, sie alle bieten das Potenzial, das für die lokale Energiewende vor Ort erschlossen werden muss.

Getragen wird Wattbewerb von Fossil Free Karlsruhe, Parents for Future Germany, Fridays for Future Deutschland und Scientists for Future Deutschland.

Quellen: https://wattbewerb.de/info/wattbewerb-kurz-erklaert/; https://www.klimauhr.info/?temp=1

 


Bürgerbeteiligung zur Mobilität in Michendorf durchgeführt

In den vergangenen Wochen wurde an drei Workshop-Terminen die Michendorfer Mobilität der Zukunft mitgestaltet. Bei themenbezogenen Veranstaltungen wurden viele Schwerpunkte besprochen und Lösungsansätze gesucht. Der Austausch fand neben Vertretern der Verwaltung auch mit weiteren Stellen wie der Mobilitätsmanagerin des Landkreises, dem regionalen Busunternehmen regiobus und der Polizei statt. Parallel wurden Gespräche mit der Radverkehrsbeauftragten des Landes Brandenburg, dem Landesbetrieb Straßenwesen, dem Landesbetrieb Forst zu den Inhalten der Workshops geführt. Sehr aktiv haben die Radinitiative Michendorf, das Freie Unternehmernetzwerk Michendorf (FUN e.V.) und der Jugendbeirat teilgenommen.

 

Die vielen Anmerkungen, Anregungen und Ideen werden in das Mobilitätskonzept der Gemeinde mit Abschluss im September einfließen. Die insgesamt 69 Teilnehmer*innen aller Workshops waren dankbar für den Austausch. Es war eine sehr konstruktive und disziplinierte Zusammenarbeit. Festgestellt wurde, dass manche Lösungsvorschläge dennoch nicht einfach durchführbar sind. Im Dialog konnte gleich besprochen werden, was die Hinderungsgründe sind. Daraufhin wurde direkt nach neuen Lösungsansätzen gesucht.

 

Nach Beendigung der Workshops sind das beauftragte Planungsbüro ISUP, die Radinitiative und Vertreter der Gemeindeverwaltung einige der angesprochenen Schwerpunkte mit dem Rad abgefahren, da auf den Karten sich nicht alle Situationen erleben lassen.

 


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7t CO2 beim STADTRADELN vermieden

Spaß am Radfahren, Bewegung an der frischen Luft, Vermeidung von CO2 und der bewusste Verzicht auf den PKW sind beim STADTRADELN Programm. Zum dritten Mal unterstützte unsere Gemeinde die Initiative des Klima-Bündnis durch die Teilnahme am STADTRADELN und leistete seinen Beitrag zum Klimaschutz. Vom 15. Mai bis zum 4. Juni traten 284 Teilnehmer*innen in 20 Teams für Michendorf kräftig in die Pedalen und vermieden so 7t CO2.

 

Die drei Aktionswochen wurden von Radtouren, Verkehrsaktionstagen, dem Mobilitätsworkshop und dem Kinder- und Familienfest des ASV Michendorf begleitet. Ein Höhepunkt war der Besuch des STADTRADELN-Botschafter Rainer Fumpfei.  Unsere Gemeinde stellte am 2. Juni die vorletzte Etappe seiner knapp einmonatigen Botschaftertour dar, die er am 3. Juni in Berlin mit über 2.000 Radkilometern abschloss. Vor dem Gemeindezentrum „Zum Apfelbaum“ wurde er von Bürgermeisterin Claudia Nowka, Herrn Heymann (stellv. Ortsvorsteher Michendorf und Vertreter des Kreuzpunkt Michendorf e.V.), Herrn Rebiger und Herrn Neumann (beide Radinitiative Michendorf) sowie weiteren Vertretern der Gemeinde empfangen. Bei herzlichen Gesprächen wurde sich über Mobilitätskonzepte und Ideen ausgetauscht, wie die Bürger*innen auch künftig zum Umstieg auf das Fahrrad motiviert werden können.

 

In den drei Aktionswochen hat Michendorf mit 47.493 km einen neuen Kilometerrekord aufgestellt. Das sind rund 2.000 km mehr als noch 2020. Da 2020 zudem 80 Teilnehmer*innen mehr aktiv waren, konnten die geradelten Kilometer pro Teilnehmer*in von 124 km auf 167 km gesteigert werden. Dies bedeutet durchschnittlich 55 km je Woche bzw. knapp 8 km am Tag.

 

Das größte Team der Gemeinde war die Grundschule Wildenbruch mit 81 Teilnehmern. Sie erradelten knapp 10.200 km, also 6 km täglich. Die Grundschule war erneut das fleißigste Team beim Kilometer sammeln und hat insgesamt 1.571 kg CO2 vermieden.

 

Das 11-köpfige Team der Gemeindeverwaltung kam auf 1.368 km, vermied 211 kg CO2 und erradelte ebenfalls täglich 6 km. Im Gesamtrang konnte die Verwaltung somit von Platz 12 (2021) auf Rang 9 aufsteigen.

 

Im Landkreis waren vier Kommunen zeitgleich gemeldet (Nuthetal, Werder Havel, Stahnsdorf, Michendorf). Unsere Gemeinde hat im Vergleich deutlich gewonnen. Auch unsere Parlamentarier sind selbst im Vergleich in Brandenburg sehr aktiv. Etwa 30 % der Parlamentarier nahmen teil und kamen auf knapp 3.000 km.

Nächstes Jahr ist die Gemeinde Michendorf wieder beim STADTRADELN dabei. Wir hoffen Sie auch!


    

             

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Michendorf hat am 3. September 2018 das Klimaschutz- und Energiekonzept beschlossen. Die dort genannten Maßnahmen sollen entsprechend den festgelegten Prioritäten, unter Berücksichtigung der Haushaltslage und nach Prüfung und Abwägung von Wirtschaftlich­keitsgesichtspunkten, sukzessive umgesetzt werden.  

Das Klimaschutz- und Energiekonzept können Sie sich hier ansehen und runterladen (PDF):

Klimaschutzkonzept mit Maßnahmekatalog

Steckbriefe der Maßnahmen

OT-Fresdorf

OT Langerwisch

OT-Michendorf

OT-Stücken

OT-Wildenbruch

OT-Wilhelmshorst


Zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts beschäftigt die Gemeinde Michendorf seit dem 01. April 2021 einen Klimaschutzmanager. Für den Förderzeitraum von drei Jahren erhält die Gemeinde Michendorf eine 65 prozentige Förderung durch Mittel der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unter dem Förderkennzeichen 03K15330 (Projektträger Jülich, 2021) bzw. 67K15330 (Zukunft-Umwelt-Gesellschaft, seit 2022).

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klima-schutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.