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Heute, am 18.04.2021, gedenkt Deutschland der fast 80.000 Verstorbenen der Corona-Pandemie. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtet in Berlin die zentrale nationale Gedenkfeier aus. Auch wenn die Pandemie noch nicht überwunden ist, soll dies ein Tag des Innehaltens sein, der zeigt, dass wir als Gesellschaft Anteil nehmen und die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergessen.

Viele konnten sich aufgrund der Corona-Pandemie nicht von ihren Lieben und Freunden verabschieden und es ist schwer, angemessen zu trauern. Auch in unserer Gemeinde zählen wir bis heute 10 Verstorbene und sind damit in Gedanken bei 10 Familien, die einen lieben Angehörigen auf Grund der Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus gehen lassen mussten.

Um 10 Uhr läuteten zum Gedenken an allen Kirchen die Glocken. Die Fahnen an der Gemeindeverwaltung wehen seit früh an im Trauerflor. Vor dem Gebäude stehen symbolisch 10 weiße Blumenkübel, die in den kommenden Tagen im Gemeindegebiet ihren Platz finden und dauerhaft ein Symbol für ein Jahr Corona-Pandemie sein werden.

Um 11 Uhr pflanzte Bürgermeisterin Claudia Nowka gemeinsam mit den Ortsvorstehern und dem Pfarrer Michael Dürschlag auf dem Friedhof in Michendorf symbolisch einen Feuer-Ahorn-Baum. Claudia Nowka gedachte: „den vielen Menschen, die wir seit Beginn der Corona-Pandemie verloren haben und mit denen wir nie mehr werden sprechen, deren Rat wir nie mehr einholen, deren Lachen wir nie mehr hören können.“ Sie trauerte mit den Familien und Freunden, die vielfach nicht die Gelegenheit hatten, die Verstorbenen zu begleiten und sich persönlich von ihnen zu verabschieden. „Wir pflanzen den symbolischen Gedenkbaum hier auf dem Friedhof neben der Sitzbank und schaffen damit einen Ort, an dem wir und Sie auch in Zukunft an die Menschen, die uns die Corona-Pandemie genommen hat und noch nehmen kann, gedenken und innehalten können. Hier dürfen wir uns erinnern.“ sagte sie und bat um eine Schweigeminute für die Verstorbenen Michendorfer und Michendorferinnen.

 „Wenn der Herr die Gefangenen erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen guten Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben (aus Psalm 126).“ gedachte Pfarrer Michael Dürschlag den 10 Verstorbenen in der Gemeinde Michendorf und den über drei Millionen auf der ganzen Welt.