Das Osterfest und der Frühling mit wärmeren Temperaturen stehen kurz bevor, und die ersten fleißigen Gartenfreunde wurden bereits gesichtet. Zuerst muss meist aufgeräumt werden, was liegt da näher, als ein kleines Gartenfeuerchen? Doch halt! Hier gibt es einiges zu beachten.

Für ein Feuer im Freien darf nur naturbelassenes, trockenes Holz, wie Holzscheite, kurze Äste, Reisig, Zapfen oder auch Holzbriketts, verwendet werden. Frisch geschlagenes Holz trocknet sehr langsam. Erst wenn die Holzscheite längere Zeit gut durchlüftet gelagert wurden, sind sie trocken. Gartenabfälle wie Rasenschnitt und Laub sowie frischer Baum- und Strauchschnitt, dürfen grundsätzlich nicht verbrannt, sondern sollten kompostiert werden. Für Abfälle aus gestrichenem, lackiertem oder mit Schutzmitteln behandeltem Holz, mit Teer oder Dachpappe, verunreinigtes Abbruchholz sowie Sperrholz, Span- und Faserplatten besteht ein Brenn- und Kompostierverbot.

Ganz wichtig ist auch: Sprechen Sie zuallererst mit Ihren Nachbarn. Und wenn Sie sich einig sind - vielleicht will er ja auch mal was verbrennen oder ist an einem Wochenende gar nicht da -, dann ist fast schon alles geklärt. Jetzt nur noch die 10 goldenen Regeln nicht aus den Augen verlieren, dann kann fast schon gar nichts mehr schief gehen.

10 goldene Regeln

    - Die Obergrenze für Höhe und Durchmesser des Brennstoffhaufens beträgt einen Meter.

    -  Nur trockenes und naturbelassenes Holz verwenden.

    - Bei anhaltender Trockenheit oder starkem Wind kein Holzfeuer entzünden.

    - Abfälle gehören niemals ins Holzfeuer.

    - Holzfeuer mit Holzspänen oder Kohlen- bzw. Grillanzünder entfachen.

    - Löschmittel immer bereithalten (zum Beispiel Wasser, Sand, Feuerlöscher).

    - "Brandbeschleuniger" wie Benzin, Verdünnung, Spiritus niemals verwenden, Explosionsgefahr!

    - Die Feuerstelle stets im ausreichenden Abstand zu Gebäuden und brandgefährdeten Materialien anlegen.

    - Bei starker Rauchentwicklung oder Funkenflug Feuer unverzüglich löschen.

    - Feuer immer bis zum Erlöschen der Glut beaufsichtigen.

Auch im Jahr 2021 begleiten uns die Regelungen zur Eindämmung des Corona-Virus. Da Lagerfeuer als gesellige Ereignisse zu verstehen sind, können auch zum diesjährigen Osterfest keine Genehmigungen für Osterfeuer erteilt werden. Ein kleines Feuer in der Feuerschale/dem Feuerkorb im engsten Familienkreis und mit dem richtigen Holz kann auch Corona nicht verhindern.

Ab der Waldbrandgefahrenstufe 4 sind jedoch auch Feuer in der Feuerschale oder im Feuerkorb verboten. Die aktuelle Waldbrandstufe für unseren Landkreis finden Sie über die Startseite unserer Homepage oder unter:

https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/landwirtschaft/forst/waldschutz/waldbrandgefahr-in-brandenburg/waldbrandgefahrenstufen/.

Generell muss der Abstand eines Feuers zum Wald mindestens 50 Meter, bei selbstgenutzten Grundstücken in Waldnähe mindestens 30 Meter betragen. Und was mache ich mit dem anderen Abfall? Das kommt ganz drauf an. Schauen Sie doch mal in das Abfall-ABC der APM, die sind schließlich Abfall-Spezialisten.

https://www.apm-niemegk.de/apm-kundendienst/abfall-abc-hm

Oder lassen Sie sich telefonisch beraten. Unsere Mitarbeiter im Ordnungsamt helfen Ihnen gerne. Telefon 033205-598-12/13/30.

Informationen zum Holzfeuer im Freien vom Land Brandenburg mit Rechtsgrundlagen, 10 goldene Regeln und Merkblatt Verbrennen im Freien.

Weitere Hinweise finden Sie hier: https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/umwelt/immissionsschutz/luft/holzfeuer/.