Sport- und Freizeitanlage „An der Umgehungsbahn“
Infoveranstaltung und Baubeginn
Rund 80 interessierte Gäste, ein konstruktiver Austausch und der Appell, gemeinsam für das gute Funktionieren der Freizeitstätte zu sorgen. Am Abend des 24. Februar 2026 hatte die Gemeinde zur Informationsveranstaltung für den baldigen Baubeginn der Sport- und Freizeitanlage „An der Umgehungsbahn“ geladen und viele Interessierte, darunter auch Kinder und Jugendliche, folgten der Einladung.
Gemeinsam mit dem Planungsbüro Ahner Landschaftsarchitektur stellte die Gemeinde das Konzept der neuen Sportanlage vor und beantwortete die Fragen der Gäste. Seit 2009 ist eine Sportstätte für die Michendorfer Jugend im Gespräch. Nach Jahren der Planung, öffentlichen Beteiligung und wiederholter Ausschreibung aufgrund fehlender Bieter freut sich die Gemeinde über die bewilligte LEADER-Förderung in Höhe von knapp 182.000 Euro. Dank dieser wird ab März 2026 der erste Bauabschnitt endlich umgesetzt werden. Bis zum Spätsommer wird ein modernes Multifunktionsspielfeld für Fußball, Basketball und Volleyball sowie die entsprechende Wegeinfrastruktur mit Stellplätzen für Fahrräder und PKWs sowie eine Blühwiese entstehen. Ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung des Geländes, auf dem zukünftig Familien und Jugendliche gemeinsam spielen und sich sportlich betätigen können.
Sobald weitere Fördermittel akquiriert werden, sollen die weiteren geplanten Bereiche wie das Beachvolleyballfeld, eine Fläche für eine Skateranlage, Erlebnisflächen, überdachte Sitzbereiche sowie naturnahe Erlebnis- und Freispielflächen gebaut werden.
Viele Anwesende teilten die Freude darüber, dass nun endlich der Startschuss fällt und machten deutlich, wie wichtig dieser Ort vor allem für die jungen Menschen in unserer Gemeinde ist. Einzelne Gäste, die in unmittelbarer Umgebung des Geländes leben, äußerten ihre Bedenken und stehen dem Projekt, aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit, eher kritisch gegenüber. Der Platz An der Umgehungsbahn wurde 2021 – in Zeiten von Corona – für die Jugend geöffnet und provisorisch mit vorhandenen Mitteln selbst hergerichtet. Leider wurden die selbst gebauten Dinge zerstört und es kam immer wieder zu Lärmbelästigungen.
Die Bedenken der Anlieger versteht die Verwaltung gut. Jedoch machte Bürgermeisterin Claudia Nowka auch deutlich, dass die Situation auf einer unbebauten Fläche mit wenig Möglichkeiten der Freizeitgestaltung damals eine andere war. Der Tenor der Veranstaltung war, nicht die Jugend aufgrund sehr weniger Einzelner, die sich in der Vergangenheit nicht benehmen konnten, zu bestrafen und den jungen Menschen einen Vertrauensvorschuss mit der Errichtung dieser modernen Freizeitstätte zu geben. Herausforderungen, die mit der Inbetriebnahme der Anlage einhergehen könnten, wird die Gemeinde annehmen und im Austausch sowie mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger meistern.
Neben Fragen zur Bauausführung des ersten Bauabschnitts und möglichen Formen der Fortführung – auch in Eigeninitiative – bis zur Zukunftsvision wurden an dem Informationsabend Aspekte wie die Sicherung des Geländes und Nutzungsregeln offen angesprochen. Schnell wurde deutlich: Dieses Projekt ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Es braucht das Mitwirken aller und gegenseitiges Verständnis! Zur Eröffnung der neuen Sport- und Freizeitstätte ist ein Sportfest im Spätsommer 2026 geplant.
Der erste Bauabschnitt konnte nur dank LEADER-Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) umgesetzt werden.
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